Archiv für den Tag: 4. Januar 2014

Schöne Haut trotz Neurodermitis: meine Tipps für den Winter

Hi ihr Lieben,

da bin ich wieder und wünsche euch erstmal ein frohes und gesundes neues Jahr! Ich hoffe, dass ihr ein schönes Weihnachtsfest sowie tolles Silvester hattet und der Kater am Neujahrsmorgen nicht allzu schlimm war 

Der Winter lässt sich derzeit zwar (noch) nicht so richtig blicken, aber dennoch möchte ich euch in diesem Artikel eine Handvoll verschiedener Tipps anbieten, wie die Neurodermitiker und empfindlichen Häutchen unter euch ihre Haut im Winter in den Griff bekommen und dem Jucken, den Hautrötungen und den lästigen Schüppchen Einhalt gebieten können. Dazwischen verstecken sich auch einige meiner Winterfavoriten. Ich möchte noch betonen, dass jede Haut individuell auf bestimmte Behandlungen und Produkte reagiert, deswegen mag der eine Tipp bei einigen gut funktionieren und bei den anderen nicht. Grundsätzliches, z.B. zu Ernährung und Unverträglichkeiten, habe ich bewusst weggelassen. Des Weiteren sind die typischen „Schübe“ bei Neurodermitis oft auch eine reine Kopfsache… daher kommen wir gleich zu:

Tipp #1 – Relax :)

Sei gut zu deinem Körper und deiner Haut. Dein Körper ist dein Freund und du solltest dein Bestes geben, ihm zu helfen! Wann immer es dir möglich ist, gehe entspannt und gelassen durchs Leben – durch innere Wut, unverarbeiteten Stress und den unausgesprochenen Perfektionismus, immer perfekt aussehen zu müssen, wird der Ausschlag nur schlimmer. Und diese Macht wollen wir ihm nicht zugestehen, oder?  Was gut für die Seele ist, ist auch gut für die Haut. Wer bei regnerischem, kaltem und müde machendem Wetter auf ein ruhiges und besinnliches Hobby wie z.B. Scrapbooken, Malen, Yoga oder Lesen setzt, schüttet mehr Serotonin aus, was nicht nur herrlich relaxt, sondern auch die Selbstheilungskräfte des Körpers effektiv aktiviert.

 

Tipp #2 – F*ck Bubble Baths

Ein heißes Schaumbad ist für viele der Inbegriff von Wellness im Winter. Probiert statt austrocknender seifiger Badezusätze solche mit rückfettenden Ölen (am Besten sparsam verwenden, damit die Haut nicht zugekleistert wird und später noch atmen kann) oder mischt euch euer ganz persönliches hautpflegendes Badesalz. Mischt Totes Meer-Badesalz mit ein wenig neutralem Öl (nicht mehr als ein EL pro Vollbad) und gebt ein paar wenige Tropfen ätherisches Öl dazu – Zitrone, Orange und Grapefruit geben euch im Winter ruckzuck gute Laune!

Oder testet einmal ein Haferflockenbad, das viele nährende Mineralstoffe und natürliche Öle enthält. Dazu einfach einen bis drei EL Haferflocken in ein stabiles, reißfestes Tuch geben, sorgfältig verknoten und in den (nicht zu) heißen Wasserstrahl hängen. Das Wasser nimmt dabei eine milchig-trübe Färbung an. Am Ende der Badesession könnt ihr euch mit dem Beutel auch noch einmal abreiben, damit die aufgenommene Feuchtigkeit versiegelt und eure Haut besonders zart und glatt wird.

 

Tipp #3 – Play It Soft

Locker geschnittene Klamotten, beispielsweise weite Pullover im Boyfriend-Style, sind wahre Alleskönner. Sie sind nicht nur stylisch, bequem und kaschieren das eine oder andere Pölsterchen nach Lebkuchen und Weihnachtsgans, sondern sind durch die verminderte Reibung auch für die Haut eine wahre Wohltat. Der Effekt lässt sich noch steigern, wenn ihr statt Grobstrick und Synthetikfasern auf fein gewobene Baumwollstoffe setzt. Diese sind atmungsaktiv und erleichtern es der Haut, sich etwas zu erholen. Zudem halten sie die Wärme mindestens genauso gut wie Wolle und Co. Tauscht also ruhig mal den dicken kratzigen Schal gegen die Kuschelweich-Variante!

 

Tipp #4 – Cremen, cremen, cremen

Hier scheiden sich bei den Neurodermitikern die Geister: die einen schwören auf Cremes und Lotionen mit möglichst hohem Ölanteil wie z.B. Linola, andere Häutchen fühlen sich unter diesem Ölfilm regelrecht erstickt und fangen wieder an zu jucken und sich zu röten. Welche Variante für euch gut ist, wird eure Haut euch zeigen – ein gewisser Anteil an Ölen sollte allerdings schon enthalten sein. Wichtig ist, dass im Winter möglichst auf ausufernde Experimente mit verschiedenen (gehypten) Cremes verzichtet wird. Die Verträglichkeit sollte natürlich an erster Stelle stehen.

Mein persönlicher Favorit für diesen Winter ist die Körpermilch Nachtkerze von Kneipp. Neben Nachtkerzenöl, das reich an Gamma-Linolensäure ist, sind außerdem 10% Urea und pflegendes Mandelöl enthalten – und vor allem ist es als Basispflege für Neurodermitiker bestens geeignet. Ich habe schon seit geraumer Zeit sehr rauhe (nicht akut entzündete) Stellen am Rücken und durch konsequente Verwendung dieser Körpermilch konnten einige Flächen bereits vollständig abheilen  In der Nachtkerzen-Serie von Kneipp gibt es außerdem noch einen Dusch- und einen Intensivbalsam sowie eine Intensivsalbe und ein Hautöl. Die Körpermilch kann ich jedem von Juckreiz Geplagten nur Wärmstens empfehlen! :)

 

Tipp #5 – Wasser marsch!

Klar, das wissen wir alle: viel trinken ist wichtig, gerade im Winter, wenn wir von vielen feuchtigkeitsentziehenden Faktoren umgeben sind. Für Leute mit trockener Haut ist es noch wichtiger, den Körper von innen ordentlich zu „befeuchten“, sodass nicht alles in der heißen Heizungsluft verdampft und lästige Hautschüppchen zurückbleiben. Bei der reichen Auswahl an heißen (nichtalkoholischen und nicht überzuckerten) Getränken sollte das nicht allzu schwer fallen. Es muss nicht immer Wasser sein: einen großen Boost für Beauty und Gesundheit gibt euch grüner Tee. Der schmeckt nicht nur himmlisch gut und stärkt die Abwehrkräfte, sondern gibt auch ein hervorragendes entgiftendes Gesichtswasser ab, das von allen Hauttypen vertragen wird und das Hautbild sichtbar verbessert. Ein Rezept für so ein Gesichtswasser findet ihr hier.

Tipp #6 – Hair & Head Care

Kennt ihr das auch? In der kalten Jahreszeit bekommt man offenbar leider schneller Schuppen als im Sommer.  Wenn die Haare also schon eine Extraportion Pflege kriegen, um nicht auszutrocknen, warum dann nicht auch gleichzeitig der Kopfhaut ewas Gutes gönnen? Dafür eignen sich zum Beispiel naturbelassenes Oliven- oder Kokosöl, das man kurmäßig in Haare und Kopfhaut einmassiert und mindestens eine Stunde, am Besten aber über Nacht einwirken lässt. So haben die Lipide genügend Zeit, in Haut und Haare einzuziehen und ihre wohltuende Wirkung zu entfalten. Auch selbstgemachte Leave-Ins mit einigen Tropfen Klettenwurzelöl sind ein super Nährstoffspender, wenn es mal schnell gehen muss. Nach dem Duschen werdet ihr so mit einer gesund glänzenden, fülligen Mähne sowie einer entspannten Kopfhaut belohnt.

 

So weit erstmal von mir…

Habt ihr auch hilfreiche Tipps und Tricks für Leidensgenossen?

Wenn ja, würde ich mich sehr über einen Kommentar von euch freuen :)

 

Alles Liebe und auf ein fabelhaftes 2014,

Luna ♥